ImageGefährdung für Jahrtausende: In jedem Atomkraftwerk entstehen jährlich ca. 32 Tonnen hochradioaktiver Abfall und weitere 1000 Tonnen sog. schwach- und mittelradioaktiver Abfall.
Dies sind allein in den beiden Neckarwestheimer Atomreaktoren täglich hochradioaktive 175 kg, deren direkte Strahlung für Menschen tödlich ist.


Beim Plutonium in den Brennstäben ist bereits ein tausendstel Gramm ein Massengift. Alles soll „eine Million Jahre sicher verwahrt“ werden. So sagt es das Bundesamt für Strahlenschutz in Bezug auf die Kriterien für ein „Endlager“. Ein „sicheres Endlager“ ohne Gefährdung wird es nie geben. Der Atommüll wird seit Jahrzehnten verschoben.


Plutoniumfabriken in Frankreich und England

Über 40 Jahre wurde der hochradioaktive Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken nach Sellafield in England und nach La Hague in Frankreich geschickt. Dies diente nach dem Atomrecht als „Entsorgungsnachweis“. Von dort kommen hochradioaktive Abfälle nach Gorleben und Ahaus in die sog. „zentralen Zwischenlager“ zurück.


Zentrale Zwischenlager in Gorleben und Ahaus
Für mindestens 40 Jahre soll der hochradioaktive Atommüll in Transport- und Lagerbehältern in Ahaus und Gorleben zwischengelagert werden. Dies geschieht dort in zwei Leichtbauhallen aus Wellblech. Auch dies dient als Entsorgungsnachweis.


Standort-Zwischenlager an den Atomkraftwerken
Der größte Trick der letzten Jahrzehnte, den Atommüll aus der öffentlichen Debatte (keine Transporte mehr) verschwinden zu lassen ohne dass weiter die fehlende „Endlagermöglichkeit“ im Brennpunkt steht, war die Errichtung der Standort-Zwischenlager. In Neckarwestheim können so 150 CASTOREN in zwei Tunnelröhren den jahrzehntelangen Weiterbetrieb gewährleisten. Genehmigt für 40 Jahre und dann?


Endlagerprojekt Gorleben
Ausgesucht aus politischen Gründen (1977) im ehemaligen Grenzgebiet zur DDR in der falschen Hoffnung, dort widerstandslos Atommüll verschwinden lassen zu können. An der Eignung des Salzstockes bestehen seit langem Bedenken, u.a. kein vollständiges Deckgebirge, Gefahr des Wassereintritts. Die beiden anderen Salz-Endlager in Morsleben und ASSE haben genau dieses Problem.


ImageZwischenlager in Gorleben
Wellblechhalle mit 4500 m²
vom Bundesamt für Strahlenschutz 1995 genehmigt, 420 Stellplätze,
91 CASTOR-Behälter warten bereits auf die „ewige Endlagerung“