Liebe AKW-GegnerInnen,

morgen, am Samstag, 17.04., feiert das DemoZ Ludwigsburg sein 30-jähriges Bestehen mit
einem großen "Gala-Abend": > 30 Jahre DemoZ - Eine Stadt im Jubelrausch <. Hierzu laden
wir Euch recht herzlich ein!
Das DemoZ Ludwigsburg stellt dem Aktionsbündnis seit nunmehr 14 Jahren seine
Infrastruktur für Veranstaltungen und Büro zur Verfügung - dafür besten Dank.
www.demoz-lb.de

Auch morgen könnt Ihr im DemoZ Bus-Tickets nach Biblis kaufen - wir haben noch freie
Plätze!

Im Rahmen der DemoZ - Veranstaltungsreihe "Eine Stadt im Jubelrausch" kommen am
Dienstag, 04. Mai, VertreterInnen der BI Lüchow-Dannenberg nach Ludwigsburg - es
erwartet Euch ein multimedialer Rück- und Vorblick zu "30 Jahre Räumung der Freien
Republik Wendland"; auch mit Informationen aus erster Hand zum Aktionswochenende im
Wendland am 4.-6. Juni. Bitte vormerken & herzliche Einladung!

Akw-feindliche Grüße!

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Stuttgarter Zeitung, 13.04.10

> Kritik, Konsens und ein großes Fest
> Ludwigsburg Das Demokratische Zentrum wird 30 Jahre alt und beschenkt seine Gäste
reich.

Den Gründern des Ludwigsburger Demoz hätte es gefallen, wenn ihr Verein heute nicht
mehr nötig wäre. Doch er lebt - und hat noch Ziele, wie die Vorsitzende Conny Weipert
berichtet.

30 Jahre Demoz: Conny, feiert ihr Geburtstag oder dass es euch überhaupt noch gibt?

Ganz klar: wir feiern den 30. Geburtstag.

Das Demoz zählt zu den letzten selbst verwalteten nicht-kommerziellen Kulturzentren. Was
ist das Geheimnis des Erfolges?

Wir haben nie einen Schritt zur Kommerzialisierung gemacht. Die Kritik an Hierarchien und
Herrschaft ist immer aufrecht erhalten geblieben, indem wir selbst nie Hierarchien aufgebaut
haben. Außer der Putzhilfe verdient hier niemand Geld.

Und das ausgerechnet in einer Stadt, in der Hierarchie und Herrschaft eine große Rolle
gespielt haben. Ironie des Schicksals?

Für uns ist das ja auch immer genug Grund, uns daran aufzuziehen. Wir sind der Kaktus im
Blühenden Barock. In der Stadt ist alles wunderschön, es gibt viel Kultur. Aber das ist vor
allem eine Kultur für besserbetuchte Menschen. Wir versuchen, dem eine Alternative
entgegenzustellen.

Das Demoz-Motto für das 300-Jahr-Jubiläum Ludwigsburgs lautete "300 Jahre Langeweile".
Ist es hier wirklich so schlimm?

Schlimm nicht. Aber es ist ja schon so, dass es hier zwar fünf Hochschulen gibt, ich aber
kaum sehen kann, woran man das studentische Leben in der Stadt bemerkt.

Deshalb ist es gut, dass es das Demoz gibt?

Es ist ein Ort, an dem eine alternative Kultur und Politik möglich ist. Der Ortsverband der
Grünen hat sich etwa hier gegründet, die Tanz- und Theaterwerkstatt hat im Demoz ihre
Anfänge. Auch dem Dritte-Welt-Laden oder dem einstigen Buchladen "Das schwarze Schaf"
hat das Demoz sicher ein Stück weit das Umfeld geboten.

Und heute?

Wir haben noch immer an die zehn Gruppen im Haus. Da sind junge Leute dabei aber auch
alte. Neulich hat hier ein Mitglied seinen 70. Geburtstag gefeiert. Und ich denke schon, dass
wir mit dem, was hier getan wird, Diskussionen mit beeinflussen. Wenn wir gucken, was die
Neonazis in den letzten 20 Jahren in der BRD angerichtet haben und was antifaschistische
Gruppen geleistet haben, dann sind hier Diskussionen beeinflusst worden. Die Anti-Atom-
Geschichten gehören da natürlich auch dazu.

Und der Wettbewerb, mit das Demoz an Weihnachten 2002 denjenigen finden wollte, der
Jesus am ähnlichsten sieht?

Humor ist schon wichtig fürs Demoz. Ich glaube aber auch, dass Humor für uns mehr ist als
Lachen, er ist ein Transportmittel für Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen. Das steckt
auch in dem Jesus-Ähnlichkeitswettbewerb drin. Wir wollen Weihnachten nicht unbedingt so
feiern, wie es in unserem Kulturkreis gefeiert wird. Für uns ist das eher ein Anlass, das zu
karikieren.

Ihr würdet es also wieder tun, obwohl beinahe der Zuschuss weg gewesen wäre?

Natürlich. Wir waren damals zwar über die heftigen Reaktionen überrascht. Aber weil wir
immer auch versuchen, uns nach außen kritisch zu äußern und Position zu beziehen, haben
wir eben nicht nur Freunde. Aber immerhin gibt es seit dieser Aktion damals ein Logo, das
darauf hinweist, dass es sich bei bestimmten Programmen um eine "geschmacklich
fragwürdige Veranstaltung" handelt.

Wenn ihr ein Tag Herzog von Ludwigsburg sein könntet, was würdet ihr tun?

Wir bräuchten wahrscheinlich mindestens ein Jahr zum Diskutieren. Bei uns gilt ja nach wie
vor das Konsensprinzip. Aber wir würden sicher mit einem Fest starten und kostenlose
Kürbissuppe für alle ausgeben.

Und im Ernst?

Wenn wir fertig diskutiert hätten, gäbe es viele Sachen, die wir ändern wollten. Wir würden
die Neonazis abzuschaffen; wir sind keine großen Freunde von Waffen und
Atomkraftwerken; wir wollen eine andere soziale Welt, wo die Gerechtigkeitsnorm Solidarität
ist, und nicht das Leistungsprinzip und die Eigenverantwortung. Diese großen Ziele gehen
natürlich über Ludwigsburg hinaus. Was wir für die Stadt wollten, ist, dass man Mittel für
Kultur aufwenden kann, auch wenn sie nicht der klassischen Verwertungslogik der
Kulturindustrie entspricht. Das ist ja auch hier unser Anliegen: Kultur und Politik möglich
machen, mit der man nicht das große Geld machen kann. Wir gehen aus jeder zweiten
Lesung oder jedem zweiten Konzert mit einem Minus hier raus.

Was fällt dir dazu ein: Eine Stadt mit drei Schlössern . . .

. . . bietet ausreichend Platz für drei große Kakteengärten.

Ein Landkreis mit einem atomaren Zwischenlager . . .

. . . ist Anlass zu großer Sorge und Wut!

Macht kaputt . . .

. . . können wir das schieben?

Okay, dann so: und wenn morgen die Welt unterginge . . .

. . . würden wir die Trümmer einsammeln und daraus ein noch viel größeres und schöneres
Demoz bauen.

Die Fragen stellte Verena Mayer.

---
Stuttgarter Ztg, 13.04.

> ES GIBT VIEL ZU TUN, DAS DEMOZ PACKT"S AN

Der Verein Am 2. Februar 1980 wurde der Verein "Demokratisches Zentrum" offiziell
gegründet. Unter seinem gemieteten Dach in der Wilhelmstraße 45/1 bietet er vielen
Gruppen eine Heimat. Atomkraftgegner sind darunter, Antifaschisten und Feministinnen.

Die Vorsitzende Die Chefin des Vereins heißt Conny Weipert. Die 30-Jährige engagiert sich
seit zehn Jahren im Demoz, wo man sich in der Regel schnell duzt - und wo das
Konsensprinzip gilt. Alleingänge gibt es also nicht, entschieden wird im Plenum.

Das Festprogramm Den Auftakt des Jubiläums bildet am kommenden Samstag ein
Galaabend. Das Fest beginnt um 20 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro. Bis November finden
weitere Geburtstagsveranstaltungen statt. Details stehen im Netz: www.demoz-lb.de ena




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> Atomkraft abschalten - Biblisaktion am Samstag, den 24.04.10

Liebe Atomkraftgegner/innen,

die süddeutsche anti-AKW-Aktion im Rahmen des bundesweiten Aktionstages findet am
Samstag, den 24.4.10 in Biblis statt. Zeitgleich mit den Aktionen in Krümmel-Brunsbüttel und
in Ahaus. Jetzt gilt es ein weiteres bundesweites Abschalt-Zeichen zu setzten.
Kommen und mitmachen, Freunde und Bekannte mitbringen!

Das Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim organisiert einen Bus ab
Ludwigsburg. Abfahrt ist um 10 Uhr am Bahnhof in LB am Steig 3-5 am Busbahnhof.
Bitte sofort anmelden, spätestens bis zum kommenden Wochenende (18.04.) brauchen wir
eine verbindliche Anmeldung:

Tickets: 10,-/15,-/20,- (Nichtverdiener/regulär/Soli)

Infos zum Bus:
http://neckarwestheim.antiatom.net

Anmeldung:
Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Telefon:
Für Rückfragen ist unser Infotelefon morgen, Mittwoch,14.4., von 20.00 - 21.30 Uhr besetzt:
07141 / 90 33 63

Alle Infos zur Umzingelung des AKW Biblis am 24.4.:
http://www.anti-atom-umzingelung.de

akw-feindliche Grüsse!



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(In der Folge drei Artikel aus der heutigen LKZ)

Ludwigsburger Kreiszeitung, 08.04.10

GEMMRIGHEIM/NECKARWESTHEIM

> Luft für bis zu zehn Jahre längere Laufzeit

Sollte die Bundesregierung die Laufzeiten für Kernkraftwerke um acht bis zehn Jahre
verlängern, so hätte die EnBW ihre "Entsorgungsprobleme" für den dadurch im Meiler
Neckarwestheim zusätzlich entstehenden Atommüll bereits weitgehend "gelöst": Das
Zwischenlager in Gemmrigheim ist groß genug für ein solches Szenario.

Wie aus einer Antwort von Landesumweltministerin Tanja Gönner (CDU) auf eine Anfrage
des Grünen-Landtagsabgeordneten Franz Untersteller (Bietigheim-Bissingen) hervorgeht,
verfügt das Zwischenlager über 151 Standplätze für Atommüll-Sicherheitsbehälter.

Würden die beiden Reaktoren GKN I und GKN II nach dem noch geltenden, rot-grünen
Ausstiegsgesetz in diesem Jahr beziehungsweise 2021 (nach einer Regellaufzeit von 32
Jahren) abgeschaltet, so wären dann aber erst 110 Standplätze belegt - 41 Castoren hätten
in Gemmrigheim damit noch Platz. Weil in Neckarwestheim laut Gönner jährlich vier bis fünf
Sicherheitsbehälter mit abgebrannten Brennelementen anfallen, bedeutet das: Beide Meiler
könnten acht bis zehn Jahre länger am Netz bleiben, ohne dass deshalb die Endlagerfrage
geklärt oder das Standort-Zwischenlager erweitert werden müsste.

Obwohl die Zwischenlager direkt an den Kraftwerkstandorten Teil der rot-grünen
Ausstiegsstrategie waren, ist doch keines so ausgelegt, dass es eng an einer Reaktorlaufzeit
von 32 Jahren orientiert wäre. Vielmehr weist eine Auflistung des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS) in allen Zwischenlagern über dem Bedarf liegende Kapazitäten aus.
Diese Reserve sei vor allem wegen der möglichen Übertragung von Reststrommengen von
älteren auf neuere Reaktoren nötig, durch die sich auch der Zwischenlager-Bedarf an den
jeweiligen Standorten verändern würde, so das BfS. In Neckarwestheim freilich wird sie zum
Puffer für eine insgesamt längere Reaktorlaufzeit - ganz ohne Strommengenübertragung.
Steffen Pross

KREIS LUDWIGSBURG

> Seit 48 Jahren ungeklärt: Wohin mit dem Atommüll?

Auch 48 Jahre nach Inbetriebnahme des ersten deutschen Kernkraftwerks gibt es in der
Bundesrepublik noch kein Endlager für Atommüll. Zwar schien die Standortfrage 1977
entschieden, als sich die damalige niedersächsische Landesregierung unter Ernst Albrecht
(CDU) auf Gorleben festlegte. Doch bislang ist der dortige Salzstock noch nicht einmal
abschließend auf seine Tauglichkeit untersucht. Die rot-grüne Bundesregierung setzte die
Erkundungen in Gorleben im Jahr 2000 aus, das novellierte Atomgesetz von 2002 führte zur
Einrichtung dezentraler Zwischenlager direkt an den Reaktorstandorten. Sie sollten die
Endlagerungslücke - bei einer Regellaufzeit von 32 Jahren pro Meiler - überbrücken.
Inzwischen will Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) die Erkundung von Gorleben
in absehbarer Zeit fortführen. Allerdings hat der Bundestag einen Untersuchungsausschuss
wegen des Verdachts eingesetzt, die damalige Regierung Kohl habe 1983 politischen
Einfluss auf Gutachten zur Standortsicherheit genommen. Außerdem laufen in fünf Jahren
über 100 Verträge des Landes Niedersachsen mit Grundbesitzern in Gorleben aus.
Solange kein Endlager errichtet ist, muss der - mit längeren Reaktorzeiten weiter
zunehmende - Atommüll in den dezentralen Zwischenlagern deponiert werden. (pro)

KREIS LUDWIGSBURG

> Eigentor

Möglichst schnell raus aus dem Atomstrom wollten SPD und Grüne, als sie vor zehn Jahren
mit der Energiewirtschaft den sogenannten Atomkonsens aushandelten. Acht Jahre nach der
Novellierung des Atomgesetzes und fünf Jahre nach der Abwahl von Rot-Grün wird jetzt klar:
Das Ausstiegsgesetz hat sein Ziel verfehlt - denn es hat jene Hintertüren geöffnet, durch die
die Stromriesen und ihre politischen Fußtruppen nun den von ihnen gewollten, längeren
Laufzeiten zueilen können.

Als grundsätzliche Schwäche des Ausstiegsgesetzes erweist sich dabei für alle, die den
schnellstmöglichen Abschied von der Kernkraft wollen, die Übersetzung der politisch
angepeilten Regellaufzeit der Meiler von 32 Jahren in ökonomisch handhabbare
Produktionsmengen. Sie hat die Stromkontingente zur taktischen Größe in den
Konzernzentralen gemacht und es im Fall Neckarwestheim der EnBW ermöglicht, den
älteren Meiler GKN I nicht etwa - wie ursprünglich vorgesehen - 2008 abzuschalten, sondern
durch Produktionsdrosselung bis zum bevorstehenden Ausstieg aus dem Ausstieg über die
Runden zu retten. Das Ergebnis des Gesetzes ist mithin das Gegenteil dessen, was seine
roten und grünen Autoren wollten.

Gleiches gilt für die Übertragbarkeit von Reststrommengen: Statt dass ältere Meiler
zugunsten jüngerer schneller vom Netz genommen worden wären, entstanden an den
Kraftwerkstandorten größere Zwischenlager als für 32 Jahre Reaktorlaufzeit nötig. Und diese
Überkapazitäten ermöglichen es nun, dass in Neckarwestheim neben Strom erst einmal
auch zusätzlicher Atommüll produziert werden kann, ohne dass Energiewirtschaft oder Politik
die Frage nach dem Wohin schlüssig beantworten müssten. Zwar reicht die Reserve nicht
bis 2050 - der momentanen Maximalforderung der Laufzeiten-Verlängerungslobby. Doch bis
2030, dem Minimalangebot von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, reicht sie in
Neckarwestheim allemal.
Steffen Pross



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Liebe AtomkraftgegnerInnen,

mit dieser Mail laden wir Euch nochmals herzlich ein, Euch aktiv an der Aktion
„Atomkraft abschalten! Umzingelung des AKW Biblis“ zu beteiligen!

Im folgenden findet Ihr Informationen zum Aktionstag am 24. April, Informationen zur gemeinsamen Anreise aus Ludwigsburg (und auch Stuttgart) mit dem Bus des Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim sowie nochmals den offiziellen Aufruf.

Wir wünschen Euch sonnige Feiertage
Mit akw-feindlichen Grüßen!

> Anti-Atom-Umzingelung -- Biblis umzingeln -- Atomkraft abschalten!

Zeitgleich zum geplanten Anfahren von Block A des AKW Biblis machen Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände mit breiter gesellschaftlicher Unterstützung mobil für die Stilllegung der Atomkraftwerke.  Für den 24. April rufen sie unter dem Motto "KettenreAktion: Atomkraft abschalten!" zur Umzingelung des AKW Biblis auf. Die Aktion findet zeitnah zum Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe statt und soll möglichst viele Menschen auf die Straße bringen. Dabei wird bewusst auch von anderen AKW-Standorten wie Neckarwestheim nach Biblis mobilisiert.
So soll eindeutig klar gemacht werden: In der Bevölkerung rumort es mächtig!
Ob AKW Neckarwestheim 1 oder 2, Biblis A oder B:
Atomkraftwerke gehören abgeschaltet, sofort.

Selbstverständlich soll eine solche Aktion nicht nur Zeichen setzen, sondern auch Spaß machen. Dazu wird ein Kulturprogramm auf die Beine gestellt und für Verpflegung gesorgt.

Das (vorläufige) Programm sieht so aus:

- 12:30 Uhr Vorprogramm am AKW
mit DJ Skaot (LatinoSka, Polka), RevelVoice (Reggae, HipHop) und Bernd Köhler (Liedermacher)

14:00 Uhr Beginn der Kundgebung
Moderation: Ingo Hoppe (AK.W.ENDE)
Redebeiträge:
- Energie in Bürgerhand: Ursula Sladek (EWS-Schönau)
- Atommüllproduktion und "Entsorgung": Herbert Würth (Aktionsbündnis Neckarwestheim)
- Alternativen zu Atomkraft und Kohle: Dr. Michael Wilk (AKU Wiesbaden)
- Atomenergie und Arbeitsplätze: Erhard Renz (AK.W.ENDE)

15:00 Uhr Massenhafte Umzingelung des AKW Biblis mit Die-In

16:00 Uhr Live-Konzert vor dem AKW mit Strom und Wasser (Skapunkpolkarock) und Alyuvar (Turkish-Balkan-Folk)

(17:00 Uhr Veranstaltungsende)


> Mobilisieren und mitmachen!

Um die Umzingelung zu einem Erfolg zu machen, können alle helfen:
- Meldet Euch/Eure Gruppe/Initiative hier aus der Region um das AKW Neckarwestheim als Unterstützerin der Aktion und bewerbt diesen wichtigen Aktionstag in Euren Kreisen!
- Bestellt und verteilt Plakate und Flyer
- Lebensmittelspenden werden benötigt
- Ihr könnt die Vorbereitung oder Durchführung des Tages unterstützen
- diese Mail weiter leiten
und vieles mehr!

Informationen zum Programm, den Mitfahrgelegenheiten und Unterstützungsmöglichkeiten sind unter *www.anti-atom-umzingelung.de* zu finden.
http://www.anti-atom-umzingelung.de


> Gemeinsame Anreise mit dem Bus des Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim

Der Bus des Aktionsbündnis wird in Ludwigsburg am Bahnhof um 10 Uhr starten; die Rückfahrt in Biblis ist gegen 17.30 Uhr geplant; die Fahrzeit dürfte 2-2,5 Stunden dauern.

Preise: 10.-/15.-/20.- Euro (Nichtverdiener/Regulär/Soli-Tarif)
Ein eventueller Überschuss geht an die Demo-Organisation.

Fahrkartenverkauf:
-          Naturkost Leuchtkäfer (http://www.leuchtkaefer-naturkost.de/ )
-          DemoZ Ludwigsburg (Mittwochskneipe) (www.demoz-lb.de)
-          Online via Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir bitten Euch um den Ticket-Kauf bis 18.4. (Sonntag). So können wir gegebenenfalls die Platz-Kontingente problemlos erweitern!

Ab Stuttgart
Für Stuttgart bietet sich Ludwigsburg als Abfahrtsort an, da der zentrale Omnibus-Bahnhof seit dem 1.4. sowieso nach Zuffenhausen verlegt wurde.
Zug ab Stuttgart HBF: S-Bahn S4 9:38 Uhr oder Regionalexpress 9:45 Uhr, Gleis 8

Kontakt und Infos:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://neckarwestheim.antiatom.net/

Bus des BBMN:
Auch der BBMN schickt einen Abschalt-Bus  auf den Weg:
Abfahrten: 10.30 Uhr ab Kirchheim (Neckar), 10.40 Uhr ab Lauffen (Neckar), 10.50 Uhr ab Heilbronn. Weitere Informationen und Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (www.bbmn.de)


> Offizieller Aufruf:

KettenreAktion: Atomkraft abschalten! Umzingelung des AKW Biblis
Dem Atomausstieg auf die Beine helfen:

Statt endlich abzuschalten wollen die vier Energiekonzerne RWE, EON, Vattenfall und EnBW ihre Atomkraftwerke noch Jahre- und Jahrzehntelang weiter betreiben und einen täglichen Gewinn von einer Million Euro pro abgeschriebenem Atomkraftwerk kassieren. Nach der Landtagswahl im Mai in Nordrhein-Westfalen gehen die Verhandlungen zwischen der Regierung und diesen Atomkonzernen in die heiße Phase.

Wir stehen am energiepolitischen Scheideweg: Wird weiter auf Dinosauriertechnologien gesetzt - oder umgehend und konsequent auf Erneuerbare Energien umgestiegen!

Wir wollen raus aus einer Technologie, die ein verheerendes Unfallrisiko birgt, den Ausbau Erneuerbarer Energien blockiert und tausenden Generationen tödlichen Atommüll aufbürdet. Die Skandale um die sogenannten Endlagerstandorte Morsleben, Asse und Gorleben zeigen: Das Problem des Jahrmillionen strahlenden Atommülls ist völlig ungelöst.

Die Alternativen sind längst da, man muss sie nur durchsetzen. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien - im Dreiklang mit Energiesparen und Energieeffizienz!

Es ist an der Zeit, ein unübersehbares Zeichen zu setzen. Das wollen wir zwei Tage vor dem Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe mit der Umzingelung des AKW Biblis tun. Als Teil der bundesweiten Proteste werden wir bei der zentralen süddeutschen Anti-Atom-Aktion mit tausenden Menschen auf die Straße gehen.

Daher fordern wir:
Die Atomkraftwerke Biblis und Neckarwestheim müssen sofort stillgelegt werden.
Und alle anderen Atomanlagen auch!




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http://www.contratom.de/2.0/index.php?mod=blog&baum2=1&baum3=1&artikel=473
31.03.10

> AKW Krümmel: Proteste gegen die Anlieferung eines Transformators
> Aktivisten ketten sich fest

Atomkraftgegner haben in der Nacht den Schwertransport eines Transformators für das Atomkraftwerk Krümmel blockiert. Mehrere Aktivisten setzten sich mit der Parole ´Krümmel stilllegen - sofort!´ vor den LKW auf die Straße. Kurz vor dem Ziel krochen zwei Aktivisten unter den Tieflader und ketteten sich dort an.

Der Protest richtet sich gegen die Wiederinbetriebnahme des Pannenmeilers an der Elbe:. ´Wir fordern, Krümmel nie wieder in Betrieb zu nehmen´, so Jan Becker von der Anti-Atom-Organisation contrAtom. ´Mit den neuen Trafos werden in Krümmel Fakten geschaffen, der Meiler soll wieder ans Netz! Selbst die Politik ist dagegen.´

Zahlreiche Kommunikationspannen und Störfälle, nicht zuletzt der dramatische Trafobrand im Juni 2007 belegen die Unsicherheit des Reaktors und die Unfähigkeit Vattenfalls, diesen zu betreiben.

´Es bleibt für uns nur ein Schluss: Stilllegen und Abwracken - sofort! Diese Forderung werden wir in den nächsten Wochen und Monaten ausdrucksstark zeigen´, resümiert Becker.

Am 24.04. wird eine Kundgebung mit mehreren Tausend Teilnehmern vor den Toren des AKW erwartet. Zudem findet eine Menschenkette über 120km zwischen den AKW Brunsbüttel - Brokdorf - Krümmel statt. Ein Anti-Atom-Treck aus Gorleben fährt ab dem 21.4. zum Krümmel-Reaktor.

Der über 500 Tonnen schwere Trafo war bereits gestern per Schiff im Hafen von Geesthacht angeliefert worden. Auf einem Straßentieflader wurden dann die letzten 3,5 km bis zum AKW Krümmel unter Polizeieskorte zurückgelegt. Krümmel war nach dem Trafo-Brand im Juni 2007 für rund zwei Jahre vom Netz gegangen. Nach wenigen Tagen Betrieb kam es im vergangenen Sommer erneut zu einem Trafo-Ausfall. Seitdem ruht der Betrieb.

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Saarbrücker Zeitung, 31.03.10

> Pannenserie im Atomkraftwerk
> Die Atomreaktoren des französischen Kernkraftwerks Cattenom sind im März mehrfach
abgeschaltet worden. Der Grund: Technische Probleme.

Cattenom. Eine Häufung technischer Probleme ist in diesem März im Nuklearpark von
Cattenom an der Mosel aufgetreten. Wie der Betriebschef von Cattenom, Stéphane Dupré-
La-Tour, gestern vor Journalisten mitteilte, ereigneten sich in den letzten vier Wochen zwei
automatische Schnellabschaltungen.

Steuerstäbe steckengeblieben
Außerdem wurde der Reaktorblock 4 für einen Austausch der Brennenlemente vom Netz
genommen. Dabei gab es aber nach Darstellung von Dupré-la-Tour ein weiteres Problem.
Zwei der 53 Steuerstäbe, die zum Abstoppen der Kettenreaktion beim Abschaltvorgang in
den Reaktor eingefahren werden, blieben in der vergangenen Woche bei der Entladung der
Brennelemente im Herzen des Reaktors stecken.

Dupré-la-Tour: "Die Steuerstäbe haben sich ausgedehnt und sind nicht mehr
herausgegangen." Durch mehrfaches Bewegen der mechanischen Teile habe man jedoch
inzwischen die Steuerstäbe lösen können. Ferner sei die Entladung nunmehr abgeschlossen.

Technische Probleme an einer Turbine
Auf die Frage unserer Zeitung, ob solch eine Blockade der Steuerstäbe schon in anderen
französischen Kernkraftwerken beobachtet worden sei, sagte Dupré-la-Tour: "Nein, das ist in
Cattenom erstmals aufgetreten." Im vergangenen Jahr ein Mal, jetzt gleich zwei Mal im
selben Block. Um diesem Phänomen in Zukunft vorzubeugen, wolle man die Steuerstäbe
bereits nach 80.000 Betriebsstunden auswechseln. Bisher blieben sie über 100.000 Stunden
im Reaktor.

Die beiden Schnellabschaltungen waren nach den Worten des Betriebschefs in einem Fall
wegen technischer Probleme an einer Turbine, im andern Fall wegen eines falschen Signals
an einem Reaktor-Messpunkt ausgelöst worden. Innerhalb von zwei Tagen hätten die
Reaktoren wieder in Betrieb genommen werden können. Das saarländische
Umweltministerium bestätigte gestern, nur von einer Schnellabschaltung informiert zu sein.
gf

http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/lokalnews/Atom-Cattenom-Reaktor-
Stoerfaelle-abgeschaltet;art27857,3247306#

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(Ein Radio-Interview mit M. Wilk (vom 4. März) findet sich unter
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=32600 )


Junge Welt, 27.03.10

»Wir lassen uns keine Beruhigungspillen verpassen«

AKW-Gegner erwarten, daß die Diskussion um längere Laufzeiten den Protest anheizt.
Mobilisierung für den 24. April. Gespräch mit Michael Wilk

Interview: Gitta Düperthal

Michael Wilk ist Arzt, Mitglied des Arbeitskreis Umwelt in Wiesbaden und Mitorganisator der
für den 24. April geplanten Proteste am Atomkraftwerk Biblis

Die Antiatombewegung mobilisiert für eine Menschenkette am 24. April, die vom
Pannenreaktor Krümmel über Hamburg bis zum Atomkraftwerk Brunsbüttel reichen soll. Im
Süden steigt parallel eine zweite Aktion - u. a. am AKW Biblis. Wie ist der Stand der
Vorbereitungen?

Die Mobilisierung läuft gut an, wir haben einen Trägerkreis, der sich aus Antiatominitiativen
und Umweltverbänden zusammensetzt. Die Unterstützung reicht von den Gewerkschaften
bis in die Parteien hinein.

Hilft die Bundesregierung unbeabsichtigt dabei, den Protest anzustacheln, indem sie
Laufzeiten bis zu 60 Jahren für AKWs prüfen will? Immerhin sind laut einer ARD-Umfrage 62
Prozent aller Deutschen für den Atomausstieg.

Wir müssen jetzt die Suppe auslöffeln, die uns die SPD-Grünen-Regierung eingebrockt hat.
Damals hatte sie mit den Betreibern längere Laufzeiten ausgekungelt, statt die Reaktoren
einfach abzuschalten. Dadurch haben die Energiekonzerne Zeit gewonnen und können jetzt
mit der neuen Bundesregierung gemeinsam daran basteln, die Laufzeiten noch weiter
auszudehnen.

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, daß die Regierung das eine oder andere schrottreife
Kraftwerk tatsächlich abschaltet - beispielsweise Biblis, das im Fall eines Flugzeugabsturzes
auf den Reaktor keine Sicherheit bietet! Das würde jedoch nur geschehen, um Laufzeiten für
andere AKW verlängern zu können. Solche Beruhigungspillen lassen wir uns nicht
verpassen. Mit dem neuerlichen Ansinnen, 60 Jahre lang an AKW festhalten zu wollen, wird
man aber selbst bei den Leuten Anstoß erregen, die keine Kernkraftgegner sind. .

Wie ist dieser Vorstoß der CDU-FDP-Koalition zu erklären?

Es geht um ökonomische Interessen. Jedes laufende Alt-AKW spült mit jedem Tag, den es
läuft, circa 1,5 Millionen Euro in die Kassen der Betreiber. Die Atomindustrie und deren
Lobby üben deshalb Druck auf die Regierung aus. Das alles rechnet sich allerdings nur,
wenn man nicht die endlos langen Zeiten einkalkuliert, die es kostet, den Atommüll zu
bewachen. Auf der anderen Seite steht der Druck der Bevölkerung, die mehrheitlich für das
Abschalten ist. Mal sehen, wie das Ringen ausgeht. SPD und Grüne waren für die
Laufzeitverlängerung verantwortlich - und schließen sich jetzt wieder den Kritikern an.

Wie sieht das die Anti-AKW-Bewegung?

Der Aufruf für die Proteste im Norden ist weiter und schwammiger gefaßt, um Leuten
entgegenzukommen, die damals den faulen Kompromiß mit ausgehandelt haben. Darin
heißt es z. B.: »Manche von uns fordern den sofortigen Ausstieg, andere den Ausstieg.« Im
Süden verlangen wir hingegen die sofortige Abschaltung. Radioaktiver Müll muß etwa 25000
Jahre lang bewacht werden - das sprengt in seiner Verantwortungslosigkeit jede Dimension.

Wie erklären Sie sich, daß die Bewegung gegen die Atomkraft seit einiger Zeit wieder einen
Aufschwung erlebt?

Wir haben in Gorleben jedes Jahr harte Auseinandersetzungen um die Castor-Transporte.
Sicherlich hatten - vor allem unter Rot-Grün - viele geglaubt, die Regierung werde es schon
irgendwie richten. Sie mußten aber zu der Erkenntnis kommen, daß es ohne Proteste auf der
Straße keine Veränderungen geben wird.

Die Gefahren sind nicht nur wegen der Erinnerung an Tschernobyl gegenwärtig. Bekannt ist,
daß AKW nicht nur im Unglücksfall Radioaktivität freisetzen, sondern permanent. Das
Bundesamt für Strahlenschutz hat publiziert, daß in der näheren Umgebung von AKW
Leukämie bei Kleinkindern ansteigt - die Entsorgung des Atommülls ist aber ungeklärt. Beim
Uranabbau gibt es ebenfalls eine enorme Strahlenbelastung für die Beschäftigten.

SPD-Chef Sigmar Gabriel sagt, es mache ihm angst, wenn älteste Schrottmeiler wie Biblis,
Krümmel oder Brunsbüttel weiterlaufen - was ist von seinen Äußerungen zu halten?

Sie sind davon geprägt, daß seine Partei zur Zeit in der Opposition ist. Gabriel weiß genau,
daß Biblis knapp am größten anzunehmenden Unfall (GAU) vorbeigeschrammt ist.


www.anti-atom-umzingelung.de

www.anti-atom-kette.de


http://www.jungewelt.de/2010/03-27/030.php

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